Ich hatte am letzten Samstagabend wie immer den Weizensauerteig zum sonntäglichen Brotbacken angesetzt und dabei total vergessen, dass ich am Montag noch Urlaub hatte und wir erst für Dienstag ein frisches Brot brauchten.

Da ich dann auch keine rechte Lust zum Brotbacken hatte, den Sauerteig aber nicht wegwerfen,  habe ich ihn einfach am Sonntag noch einmal gefüttert, um dann am Montag damit backen zu können.

 

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Am Montag hatte ich dann natürlich viel zu viel Sauerteig…den ich natürlich wieder nicht wegwerfen wollte. Genug Anstellgut war auch noch im Kühlschrank, trocknen ebenfalls keine Alternative, also habe ich fleissig gebacken.

Einen Teil des Sauerteiges habe ich wie ursprünglich geplant zum Brotbacken verwendet, mit einem weiteren Teil habe ich Sauerteig-Waffeln gebacken (sehr lecker – Rezept folgt demnächst), aus einem weiteren Teil gab es Baguettes und mit dem letzten Teil habe ich das Experiment eines süssen Sauerteigzopfes gewagt.

 

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Dazu habe ich einen klassischen süßen Hefeteig mit nur 10 Gramm frischer Hefe, zusätzlichen 200 Gramm Sauerteig, 35 Gramm mehr Zucker und drei Esslöffel Milchpulver, das ich immer zum Joghurt machen verwende, zubereitet. Der Zucker sollte den säuerlichen Geschmack mildern und das Milchpulver den Wasseranteil des Sauerteiges kompensieren. In eines meiner Lieblings-Milchbrote, dem Hokaido-Milchbrot kommt schließlich auch Milchpulver.

 

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Die erste Ruhezeit betrug eine Stunde, dann habe ich den Zopf geflochten, in die gefettete Backform gelegt. Der Zopf durfte dann auf das doppelte Volumen aufgehen lassen und wurde dann gebacken

 

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Ich bin vom Ergebnis total begeistert. Einen so flaumigen Hefezopf, der sich dazu noch tagelang frisch hält und kein bisschen trocken wird, hatte ich bisher noch nie.

Ich liebe dieses Brot zum Frühstück, bestrichen mit meiner liebsten Süßrahmbutter und der frisch gekochten Pink Grapefruit-Marmelade.

 

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Beim nächsten Mal werde ich die Hefemenge noch weiter reduzieren, vielleicht lässt sich der Zopf auch ganz ohne zusätzliche Hefe backen, ohne dabei zu säuerlich zu werden, das muss aber nicht sein.

 

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Titel: Süsser Sauerteigzopf
Menge: 1 Rezept

Zutaten

200 Gramm Weizensauerteig
200 ml Lauwarme Milch
10 Gramm Frische Hefe
500 Gramm Mehl
100 Gramm Zucker
5 Gramm Salz
75 Gramm Weiche Butter
1 Ei
3 Essl. Magermilchpulver
3-4 Essl. Sahne zum bestreichen
Butter für die Form

Zubereitung

Den Sauerteig, die Hefe und die warme Milch miteinander verrühren.

Zucker, Salz, Butter, Ei und Mehl hinzufügen und alles in 12 Minuten (KitchenAid Stufe 2) zu einem glatten Teig verkneten, der sich von der Schüssel löst.

Den Teig abgedeckt eine Stunde gehen lassen.

Die Kastenform fetten.

Den Backofen auf 160°C vorheizen.

Den Teig auf eine leicht gemehlte Arbeitsfläche geben und in drei gleiche Portionen teilen. Jede Teigportion zu einem 45-50 cm langen Strang formen. Die drei Stränge zu einem Zopf flechten, die Enden leicht unterschlagen und den Zopf in die Backform legen.

Den Zopf mit Sahne bestreichen und dann abgedeckt auf das doppelte Volumen aufgehen lassen. Den Zopf dann noch einmal mit Sahne bestreichen.

Bei 160°C 30-35 Minuten backen.

Auf einem Rost vollständig auskühlen lassen oder noch leicht lauwarm genießen.

Anmerkung

Soll der Zopf schneller fertig werden 20 Gramm frischer Hefe verwenden und die erste Ruhezeit auf 30 Minuten verkürzen.

Für den Sauerteig 100 Gramm Wasser, 100 Gramm Mehl und 10 Gramm Weizen-Anstellgut miteinander vermischen und 8-16 Stunden reifen lassen.

In der Le Creuset Kastenform ca. 15-20 Minuten länger backen.

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2 Nachrichten zu “Süsser Sauerteigzopf”

  1. zorra sagt:

    Mmmh, davon hätte ich jetzt auch gerne eine Scheibe! Die Krume sieht perfekt aus.

  2. Susanne sagt:

    Der ist ja toll geworden! Das Experiment werde ich am Donnerstag nach machen! Wir lieben ja den Herminezopf mit Zimt so sehr! Erstens schmeckt er himmlisch und zweitens bleibt er lange frisch und schimmelt nicht so schnell! Ich bin schon ganz gespannt auf diesen Zopf!

Ich würd' mich sehr über eine Nachricht von Dir freuen

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