Blumenkohl kommt bei uns immer wieder gerne auf den Teller, weil er ein so schön variables Gemüse ist. Deshalb finden sich auch bereits eine Reihe von Blumenkohl-Rezepten im Blog, ich habe ihn bereits für verschiedene Nudelgerichte aber auch indische Curries oder arabische Gerichte verwendet.

 

 

 

Das Blumenkohl-Gericht meiner Kindheit, an das ich mich noch am besten erinnern kann, war gekochter Blumenkohl mit gebratenen Semmelbrösel und manchmal noch einer Béchamel-Sauce. Das ist für mich ein Seelentröster, den es bei Bedarf in leicht abgewandelter Version immer noch gibt, dann allerdings von mir selbst gekocht.

Für das Juli-Event des Gärtnerblogs zum Thema Blumenkohl, durfte es natürlich gerne ein etwas ausgefalleneres Rezept sein. Es wurden die ‘Cauliflower and cumin fritters with lime yoghurt’ aus Yotam Ottolenghis Kochbuch ‘The Cookbook’. Ich besitze die englische Ausgabe, die deutschsprachige hat den Titel ‘Das Kochbuch mediterran * orientalisch * raffiniert’.

 

 

Zuerst wird der Limetten-Koriander-Dipp zubereitet, da dieser mindestens eine Stunde durchziehen sollte. Diesen Dipp hatte ich bereits einmal anstelle der normalen Sour Creme zu Ofenkartoffeln zubereitet und er wurde für sehr lecker befunden.

 

 

In die Teig für die Fritters kommen Cumin und Zimt, die sofort einen wunderbaren Duft in der Küche verbreitet haben sowie Kurkuma, der zusammen mit dem Eigelb für eine schöne Farbe  im Inneren der Fritters sorgt.

 

 

Yotam Ottolenghi schreibt, dass dieses Rezept von der Mutter von Sami Tamimi – mit dem er gemeinsam die Restaurants betreibt – stammt, die den Kindern diese Fritters in einem Pita-Brot oft mit in die Schule gegeben hat.

 

 

Am besten schmecken die Fritters laut Rezept heiß oder warm. Heiß haben wir sie frisch gebraten gegessen, zwei warten noch darauf lauwarm verkostet zu werden. Vielleicht backe ich auch noch Pita-Brote dafür.

 

 

Außen knusprig und innen cremig, wunderbar gewürzt und mit dem frischen Dipp eine absolut perfekt abgestimmte Kombination, so absolut genial, dass es sie ganz bestimmt wieder geben wird.

 

Meine Empfehlung, unbedingt ausprobieren!

 

 

Titel: Blumenkohl-Cumin-Fritters mit Koriander-Limetten-Dipp
Menge: 6 bis 8 Bratlinge

Zutaten

H DIP
300 Gramm Griechischer Joghurt
1 Unbehandelte Limette, geriebene Schale
2 Essl. Limettensaft
2 Essl. Olivenöl
2 Essl. Frischer Koriander, fein gehackt
Salz
Pfeffer
H FRITTERS
1 klein. Blumenkohl, ca. 320 Gramm
2 Schalotten
1 Zehe Knoblauch
120 Gramm Mehl
4 Eier
3 Essl. Petersilie
1 1/2 Teel. Cumin, gemahlen
1 Teel. Zimt, gemahlen
1/2 Teel. Kurkuma
1 1/2 Teel. Salz
1 Teel. Pfeffer
500 ml Sonnenblumenöl zum Ausbacken

Quelle

nach Ottolenghi – The Cookbook
Erfasst 28.07.2012 von Chaosqueen

Zubereitung

Für den Dipp alle Zutaten miteinander verrühren und eine Stunde bei Raumtemperatur ziehen lassen.

Für die Fritters den Blumenkohl von Blättern und Strunk befreien und in kleine Röschen teilen, diese ca. 10-15 Minuten in kochendem Salzwasser kochen bis sie weich sind. Anschließen abgießen, in ein Sieb geben und etwas abkühlen lassen.

Die Schalotten und den Knoblauch in sehr kleine Würfel schneiden.

Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und gut verrühren, dann den noch warmen Blumenkohl hinzufügen und diesen beim untermischen zerkleinern.

Abschmecken und bei Bedarf nachwürzen.

Das Öl in einer großen Pfanne mit hohem Rand erhitzen.

Für die Fritters je etwa 3 EL Teig in die Pfanne geben, dabei darauf achten, dass das Fett nicht zu sehr abkühlt. Von jeder Seite 3-4 Minuten braten, herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Anmerkung

Nur etwa 1 cm Fett in die Pfanne gegeben.
Zwei Fritters auf einmal gebraten.
Die fertigen Fritters im Backofen bei 120°C warmgehalten bis alle fertig waren.

 

Garten-Koch-Event Juli 2012: Blumenkohl [31.07.2012]

 

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9 Nachrichten zu “Blumenkohl-Cumin-Fritters mit Limetten-Koriander-Dipp”

  1. Tina@Foodina sagt:

    Das liest sich wie für mich gemacht. Ich liebe Blumenkohl und am liebsten mit orientalischen und indischen Aromen. Und in Koriander könnt ich mich reinlegen…

    Und ich glaube, ich muss mir dieses Ottolenghi-Buch auch noch anschaffen ;-)

  2. chaosqueen sagt:

    @Tina
    Mit geht es genauso, ich muss nur die Gläser dieser Gewürze öffnen und bekomme Appetit. An den frischen Koriander musste ich mich gewöhnen, aber jetzt geht es nicht mehr ohne.

    Ich mag beide Ottolenghi-Bücher sehr gerne und kann sie Dir wirklich empfehlen.

  3. Andy sagt:

    so lecker, wie Du das beschreibst, ist Nachkochen Pflicht ;-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  4. lamiacucina sagt:

    hmm, das sieht auch für Nichtblumnkohlesser aus, als ob es einen Versuch wert wäre.

  5. Kochfrosch sagt:

    Ja das liest sich ja hervorragend. Wird sogleich abgespeichert und hoffentlich bald nachgekocht – obowohl ich mich doch sonst vorm Frittieren eher drücke. Aber 1 cm Öl in der Pfanne, das sollte ich hinkriegen.

  6. kegala sagt:

    hmmm, das sieht grandios aus, und das glaube ich, dass das die Zutaten grandios zusammen schmecken.
    Lieben Gruß
    Gaby

  7. chaosqueen sagt:

    @Andy
    Sie haben uns und unserem Besuch wirklich unglaublich gut geschmeckt. Bitte versuche sie auch und berichte.

    @lamiacucina
    Vom Blumenkohl war wirklich kaum etwas zu schmecken, damit ist das Gericht sicher auch für Nichtblumenkohlesser geeignet. Einen Versuch ist es meiner Meinung nach wirklich wert!

    @Kochfrosch
    Ich frittiere auch höchst ungern und kann Dich daher sehr gut verstehen. Beim nächsten Mal werde ich es mit noch weniger Fett in der Pfanne probieren und da ich sie noch in den Backofen stelle, werden sie spätestens dann gar sein.

    @kegala
    Meiner Meinung nach war der Geschmack noch viel grandioser als die Optik.

  8. Sus sagt:

    Könnte man da auch einen Dip auf Tomatenbasis nehmen? Klar paßt Joghurt besser, aber sonst kann ich das Rezept bei uns schlecht auf den Tisch bringen.

    Liebe Grüße, Sus

    • chaosqueen sagt:

      Einen Tomatendipp kann ich mir auch wunderbar dazu vorstellen.
      Wenn dieser dann mit Koriander und etwas Chili gewürzt wird, müsste er sogar perfekt passen, er darf nur nicht zu intensiv sein, damit er den Geschmack der Fritters nicht überdeckt.

Ich würd' mich sehr über eine Nachricht von Dir freuen

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