Leider geht die Zeit meines Lieblingsapfels des Boskop langsam zu Ende. Ich liebe ihn besonders zum Backen, weil er leicht säuerlich und so schön knackig ist. Gegen Ende der Lagerzeit wird er leider oft sehr mürb, dann mag ich ihn nicht mehr so gerne. Also Mitte April Anlass genug, um noch einmal Apfelkuchen zu backen bevor Rhabarber, Erdbeeren und die anderen Sommerfrüchte den Platz auf den Kuchen beanspruchen.

Der Apple-Pie frisch aus dem Ofen, der Saft hat noch geblubbert. Leider sieht man das auf dem Foto nicht und auch der Duft bleibt Euch leider vorenthalten.

 
Apple-Pie in der Capelle Backform
 

Für den Apple-Pie empfiehlt sich eine Backform mit schrägem Rand, in der man den Kuchen auch servieren kann. Bei meiner Suche nach einer passenden,  schönen und großen Backform habe ich irgendwann im letzen Jahr im Internet die wunderschöne Backform (zum Video) der Töpferei Capelle entdeckt. Ich bin von der Form wirklich begeistert und benutze sie sehr gerne, gerade für Pies und andere süße und pikante Gebäcke, die in der Form serviert werden, ist sie perfekt geeignet.

Die Form kann man direkt bei der Töpferei Capelle bestellen, hier der Link zu den Kontaktdaten. Im Sommer 2011 galten die folgenden Preise: Die Backform Ø 33 cm (Volumen entspricht dem einer 28er Springform) kostet 38,00 €, die kleine Form (für das halbe Rezept) kostet 24,00 € und die Versandkosten betrugen 8,00 €. Ob die Preise noch aktuelle sind, weiß ich nicht, bitte fragt selbst an. (Ich schreibe das hier nur, weil ich selbst so von der Form begeistert bin und es bereits Anfrage gab, ich bekomme nichts dafür.)

Gestern haben wir den Kuchen, weil wir nicht mehr warten konnten, noch warm angeschnitten und da war die Füllung noch nicht ganz fest.
Ich mag Apfelkuchen am liebsten richtig kalt, am besten aus dem Kühlschrank und mit Schlagsahne.

Bei mir müssen so viele Äpfel in die Füllung wie es nur irgendwie möglich ist. Sie müssen ganz fein geschnitten, mindestens mit Zimt gewürzt und auf keinen Fall dürfen Rosinen enthalten sein.

 

 
Apple-Pie in der Capelle Backform
 

 

Auch wenn ich überhaupt kein Fan von Alfons Schubeck bin, muss ich zugeben, das ich das Apfelkuchen-Gewürz, das ich geschenkt bekommen habe, sehr gut gefällt. Der Kuchen schmeckt mir damit besser als mit allein Zimt gewürzt. Bevor mein Döschen ganz leer ist, werde ich versuchen mir das Gewürz selbst zu mischen.

 

 
Apple-Pie in der Capelle Backform
 

 

Hier kann man gut sehen, wie fein die Äpfel geschnitten sind. Es ist zwar recht aufwändig, aber ich finde es lohnt sich unbedingt.

 

Wie mögt Ihr Apfelkuchen am liebsten?

 

 

Titel: Apple-Pie in der Capelle-Form
Kategorien: Backen, Mürbteig, Äpfel
Menge: 1 Kuchen 26-28 cm

Zutaten

H FÜR DEN TEIG
400 Gramm Weizenmehl Type 550
100 Gramm Zucker
200 Gramm Butter
1/2 Teel. Salz
90-120 ml Wasser, sehr kalt
H FÜR DIE FÜLLUNG
ca. 2 kg Boskop oder andere säuerliche Äpfel
100 Gramm Zucker
1 Essl. Schubecks Apfelkuchen-Gewürz
Etwas Geliermittel oder Speisestärke (bei Bedarf)
H
1 Ei
Butter für die Form

Quelle

Erfasst *RK* 15.04.2012 von
Chaosqueen

Zubereitung

Teig

Aus allen Zutaten einen Mürbteig zubereiten und kalt stellen.

 

Füllung

Zucker, Geliermittel/Speisestärke und Gewürz miteinander vermischen.

Die Äpfel vierteln, entkernen, schälen und in sehr feine Scheiben hobeln. Zwischendurch immer etwas von der Zuckermischung auf die Äpfel geben.

 

Die Backform buttern.

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Zwei Drittel des Teiges ausrollen und damit Boden und Rand einer Form auskleiden. Das letzte Drittel als Deckel ausrollen.

So viel von der Apfelfüllung in die Backform geben, wie möglich. Den Teigdeckel auf die Füllung geben und am Rand leicht festdrücken.

Das Ei verquirlen und den Teig damit bestreichen.

Mit einem Messer mehrere ca. 1 cm lange Schnitte in den Teig schneiden, damit der Dampf entweichen kann.

Die Backform auf den zweiten Rost von unten stellen und ca. 60-75 Minuten backen.

Den Kuchen auf einem Rost auskühlen lassen.

 

Anmerkung

Das Geliermittel/Speisestärke ist nicht unbedingt erforderlich, sorgt aber bei sehr saftigen Äpfeln für eine bessere Bindung der Füllung.

Schubecks Apfelkuchen-Gewürz ist eine Mischung aus Ingwer, Muskatnuss, Nelken, Rosenblätter, Zimt

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5 Nachrichten zu “Apple, Apple, Apple-Pie…”

  1. Lena sagt:

    Mmmh, ich liebe Apple Pie auch! Ich mag es besonders, wenn die Apfelfüllung sich zu einem Mus vermischt und die Apfelscheiben nicht mehr klar erkennbar sind.
    Das Apfelkuchengewürz vom Schuhbeck möcht ich auch mal gern probieren, habe davon immer nur Gutes gehört, aber mir ist das immer zu teuer zum selbst kaufen. Schenken lassen ist da die Devise!
    Dein Pie sieht jedenfalls zum Anbeißen aus! Und die Form ist auch sehr schön. Leider hab ich auf deren Seite nirgends gefunden, wo man die bekommen kann (jedenfalls nicht in Stuttgart…).
    Viele Grüße
    Lena

  2. Blanka sagt:

    Hallo Floh,

    mal wieder soooo megalecker, mir läuft das Wasser im Munde zusammen. Danke, dass Du das Rezept einstellst!!

    Ich liebe Apfelkuchen auch so, wie Du ihn beschreibst – am liebsten aus dem Kühlschrank, wenns ginge, mit richtig fester Konditor-Vanillesahne ..mjami..
    ..und es muß gedeckter Apfelkuchen sein, zumindest aber mit Streuseln/Teigklecksen..*hach*tiefseufz*

    Ich habe mir das Rezept gerade kopiert..

    Magst Du die Form noch beschreiben? Die sieht echt schön aus!
    Was könnt ich stattdessen nehmen?

    Liebe Grüße
    Blanka

  3. chaosqueen sagt:

    @Lena
    Bei meinem Kuchen kann man die Apfelscheiben noch erahnen, aber sie sind ganz weich und zergehen auf der Zunge.
    Die Zutaten des Gewürzes in der Reihenfolge der Mengen habe ich ja angegeben, vielleicht experimentierst Du einfach einmal etwas, solange bis Du einen edlen Schenker findest.
    Die Backform kann man direkt bei der Töpferei bestellen, ich habe im Beitrag noch ein paar Informationen ergänzt.

    @Blanka
    Ach Du Ärmste, ja die Sahne…
    Wie oben aktualisiert, ist die Form passend für ein normales 28cm Rezept, allerdings braucht man für den Teigdeckel etwas mehr Teig, da der obere Durchmesser der Form größer ist.
    Alternativ kannst Du eine normale Springform nehmen oder eine flache runde Auflaufform in der passenden Größe.

  4. Moin,moin. Köstlich sieht das aus und die Form…ich habe mich verliebt.Ja, der Alfons und seine Gewürze, hat schon was.L.G aus Hamburg, Cami

    • chaosqueen sagt:

      @Cami
      Ja, die Form ist wirklich zum Verlieben. Ich liebäugle ja mit der kleinen Form, da ich oft kleine Kuchen backe.
      Der Duft in Schubecks Laden ist immer so umwerfend…

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