Nachdem Steph so von Ihren Burgern geschwärmt hatte und es auch bei Evi welche gab, hat sich bei mir ein unbändiger Appetit auf einen – natürlich selbstzubereiteten – Hamburger entwickelt.

Gestern war es dann soweit, ich habe ich vom Bio-Laden frisch durchgedrehtes Rinderhack, Fleischtomaten und Salat mitgebracht, zuhause angekommen schnell etwas vom eingefrorenen Cheddar-Käse aus dem Gefrierschrank genommen und das längst vorgemerkte Rezept für Burgerbrötchen herausgesucht.

Das Rezept hatte ich bereits im Oktober 2008 bei Zorra gefunden. Es stammt von Rose Levy Beranbaum und wurde schon 2007 in der Washington Post veröffentlicht. Warum ich es bisher noch nicht ausprobiert habe, kann ich nicht mehr sagen, hätte ich es getan, wären die Brötchen schon öfter auf das Backblech gekommen. Sie sind nämlich richtig klasse.

An das Hackfleisch kamen Salz, Pfeffer und einige Gewürze. Abgeschmeckt habe ich es nicht, ich kann einfach kein rohes Fleisch probieren, ich mag auch weder Mett noch Tatar. Richtig klasse ist der Tipp, den ich (soweit ich mich noch erinnern kann) irgendwann bei Tim Mälzer aufgeschnappt habe, das Hackfleisch lange zu kneten, damit die Pads gut zusammenhalten und beim Grillen nicht auseinander fallen. Gegrillt haben ich die Burger in dem von uns innig geliebten, meist aber nur für Sandwiches & Co. genutzten, Kontaktgrill.

Wir haben die Brötchen mit Salat, Tomaten, Senf, Ketchup, Fleischpads, Cheddar und knusprig ausgebackenem Pancetta belegt. Der Cheddar ist leider nicht richtig geschmolzen, da muss ich mir beim nächsten Mal noch etwas überlegen.

Geschmeckt haben uns die Burger so gut, dass es bestimmt in nächster Zeit öfter einmal welche geben wird.

Herrn C. waren die Fleischpads allerdings zu dick. Ist das zu fassen?!

Für die Hamburger gibt es kein Rezept, sie werden ja nach persönlichen Vorlieben gebaut, daher gibt’s hier nur das Rezept für die Bürgerbrötchen.

Titel: Beranbaums beste Brötchen
Kategorien: Hefeteig, Brötchen
Menge: 8 Hotdog- oder Burgerbrötchen

Zutaten

500 Gramm Weizenmehl Type 1050 (original 450 g helles Mehl und 50 g Vollkornmehl)
15 Gramm Frischhefe
240 Gramm Wasser
10 Gramm Salz
1 Teel. Honig
45 Gramm Olivenöl
Optional: je 1 EL Sesam, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, geröstet
Milch oder Wasser zum Bestreichen

Quelle

modifiziert nach Zorras Kochtopf nach einem Rezept aus der Washington Post
Erfasst *RK* 08.08.2010 von
Chaosqueen

Zubereitung

Hefe im Wasser auflösen. Alle Zutaten in die Schüssel der Küchemaschine geben. 8 Minuten auf niedriger Stufe kneten, bis ein glatter weicher Teig entsteht.

Zugedeckt 1 Stunde gehen lassen oder so lange bis sich der Teig verdoppelt hat.

Für Hotdogs: 8 längliche Brötchen formen.

Für Hamburger Brötchen: Teig in 8 runde Brötchen formen und leicht flachdrücken. Wenn der Teig zu elastisch ist, 15 Minuten entspannen lassen und dann nochmals flachdrücken. Falls die Brötchen mit Kernen bestreut werden sollen, Brötchen mit Milch oder Wasser bestreichen und gewünschte Kerne darüber streuen.

Brötchen zugedeckt 1 bis 1 1/2 Stunden gehen lassen.

Backofen auf 220°C vorheizen. Vor dem Einschiessen Backofen mit Wasser besprayen. Brötchen 18-20 Minuten (in meinem Ofen sind 18 Minuten OK) backen.

Anmerkung:

Aus dem Teig 4 große Brötchen geformt.

Im Miele mit Klimagaren bei zwei manuellen Dampfstössen bei 220° 18 Minuten gebacken.

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29 Nachrichten zu “Hamburger und Cheeseburger selbstgebastelt”

  1. Christel sagt:

    Das kommt auf meine Nachbackliste!
    Den Kontaktgrill benutze ich auch für fettarme Pfannekuchen.

  2. Steph sagt:

    Ha, für dünne Fleischburger hab ich nen genialen Trick, aber den verrat ich erst, wenn ich irgendwann mal dazu komme, meine Burger zu bloggen ;o)
    Deine Burger Buns klau ich mir jetzt schon mal und bereite sie für unsere nächste Burger-Orgie zu, die sehen sehr gut aus!

  3. Micha sagt:

    Da wär ich gerne Mäuschen gewesen und hätte Euch beim Reinbeißen zugeguckt. Dass aber auch beim Burger-Belegen die Augen immer größer sind als der Mund! Aber ich verstehe das, sonst stimmt der Farbverlauf vom Salatblatt bis zum Speck nich mehr ;)!

  4. Suse sagt:

    Ich muss gestehen, dass die Buletten für Burger bei mir auch immer ganz dünn sein müssen, dann lieber zwei Stück drauf als eine dicke :o)
    Dafür rolle ich die Fleischmasse zwischen zwei Blättern geölter Folie (Alu oder Klarsicht) aus und lasse die Fladen von da aus direkt in die Pfanne. Da sich die Fleischmasse beim Braten zusammenzieht, können die rohen Fladen ruhig größer als die Brötchen und so dünn wie möglich sein.

    Und was die Brötchen angeht, dachte ich eigentlich immer, dass man Milch im Teig verwenden müsste, um weiche Brötchen hinzubekommen. Das scheint wohl doch nicht so, denn deine sehen klasse aus.

  5. Evi sagt:

    Also mein Mitesser steht auch eher auf dünne Patties. Hier existiert glücklicherweise eine Untertasse, die als Vorlage verwendet ideal ist um Patties angenehmer Größe herzustellen. Einfach Flachknätschen bis nichts mehr geht. (Der Mitesser hat in seiner wilden Studentenzeit dazu CD-Rohlinge verwendet. Ein Hoch auf die Untertasse!)

    Falls ich mir unsicher bin mit der Würzung und dem Fleisch nicht 100% roh traue, packe ich mir einen Teelöffel voll auf einen Teller und nuke ihn 30 Sekunden in der Mikrowelle. Das ist eine der 3 Verwendungszwecke der Mikrowelle in unserer Küche. ;)

  6. Tina sagt:

    Der Mann in meiner Küche bearbeitet die Patties immer mit Mehl und auch ganz dünn… Geht ganz gut… Vorlage gibt’s wohl nicht und gewürzt wird auch erst nach dem Braten…

    Das Rezept für die Buns nehme ich gerne mit und bastel demnächst mal eigene…

  7. Ach was, dick und saftig müssen sie sein und am liebsten vom Grill. Dafür lass ich dann lieber eine Bötchenhälfte weg.

  8. Petra sagt:

    Wir machen Burger eigentlich immer selber. Die Brötchen kaufen wir allerdings. Vollkorn für mich, normale Brötchen für die Herren. Belegen jeder nach Wunsch. Und von Tupperware gab es vor Jahrzehnten einen Burger-Former, den ich heute noch benutze. Da kann man das Fleisch in jeder Dicke formen und geht total schnell und easy. Nachdem ich meist in der Pfanne brate, kommt der Käse auf die Burger, kurz den Deckel der Pfanne drauf und wenn der Käse zu verlaufen beginnt, dann ab zum Burger zusammenbauen damit.
    Viele Grüße

  9. Andrea sagt:

    Und – kriegst Du den Mund so weit auf, daß Du davon abbeissen kannst :-) Sieht wirklich lecker aus! Aber mein Mann will jetzt erst mal Currywurst. Dann kann ich Deine Burger angehen… LG Andrea

  10. Susa sagt:

    Es gibt doch diese patty former, die wie Stempel funktionieren. Mein Grieche ist ganz scharf darauf. Auf jeden Fall hat man damit wohl eine Frikadellen-Norm-Größe :-)

  11. zorra sagt:

    Ich mag die Buletten auch lieber dick. ;-)

    Die Brötchen muss ich auch wieder mal machen. Für ein nächstes Mal kann ich dir auch die New England Hotdog-Brötchen empfehlen – http://kochtopf.twoday.net/stories/new-england-hotdog-broetchen/.

  12. chaosqueen sagt:

    @Christel
    Ich stelle mir gerade Pfannkuchen aus meinem Kontaktgrill mit gewellten Platten vor. ;-)

    @Steph
    Ihh, was bist Du fies!
    Wie lange soll ich den noch auf Deinen ultimativen Burgerplättgeheimtipp warten?! Den hast Du vor einer kleinen Ewigkeit schon auf Facebook angekündigt.
    Nun aber husch husch ans Burgerbloggen.

    @Micha
    Ich habe meinen Burger ohne Messer und Gabel und auch ohne herausgefallene Bestandteile gegessen bekommen, jawohl!

    @Suse
    Ich habe Herrn C. versprochen, dass die nächsten Patties dünner werden. Das mit dem Ausrollen zwischen Alufolie werde ich ausprobieren.

    Die Brötchen waren direkt nach dem Backen noch fest, aber ein bis zwei Stunden später sind sie dann weich geworden.

    @Evi
    Dein Mitesser hat doch richtig Kreativität bewiesen und wenn er Bagels belegt hat, hat er anhand des CD-Rohlings sicher auch perfekt das mittlere Loch augeschnitten. Oder nicht?!

    Unsere Mikrowelle kommt ähnlich oft zum Einsatz. Wir haben auch nur eine, weil sie in der Küche eingebaut war. Der Haupteinsatzzweck ist das Aufwärmen meiner Körnerkissen für Nacken und Füße, dann folgt das Anwärmen von Milch für Hefeteig.

    @Tina
    Nimmt der Mann das Mehl damit sie nicht so kleben?

    Das Rezept für die Buns ist wirklich klasse, ich kann es unbedingt empfehlen.

    @Schnick Schnack Schnuck
    Genau!
    Sie kamen vom Kontaktgrill, ein für mich brauchbarer Kompromiss. Und das Brötchen macht wirklich nur unnötig satt.

    @Petra
    Ich muss unbedingt weiche Brötchen für Burger haben und da es bei uns eigentlich kein gekauftes Brot oder Brötchen gibt, weil ich so unglaublich gerne backe, backe ich die Buns eben auch selbst. ;-)

    Den Tupper Burger-Former habe ich auch, den habe ich von meiner Großmutter geerbt, die Burger wurden auch darin gepresst. Da ich sie im Kontaktgrill zubereitet habe, konnte ich den Käse nicht obendrauf legen und schmelzen lassen. Bei dünneren Bürgern wird es aber gehen, ich habe für den Grill so eine Art Abstandhalter.

    @Andrea
    Ja, das hat geklappt!
    Allerdings konnte ich immer nur von einem Teil des Burgers abbeißen, ganz habe ich es auch nicht geschafft.

    @Susa
    Ich habe den Patty-Former von Tupper, ein Erbstück meiner Großmutter. Aber eigentlich ist der Durchmesser der Patties für die großen Burgerbrötchen zu klein, daher finde ich ihn nicht ganz so praktisch. Keine Ahnung, ob es ihn noch gibt, irgendwo habe ich ‘mal so ein Teil aus Metall gesehen, das war mir auch viel sympathischer.

    @zorra
    Ich gehöre auch zu denen, die lieber dicke Buletten mögen.

    Danke für den Hinweis zu dem anderen Rezept, das schaue ich mir an.

  13. alissa sagt:

    Holla – das nenne ich selbstgemachte Burger – spitze… das muss ich mal versuchen

  14. Alex sagt:

    Ich darf einfach nicht mit leerem Magen solche Rezepte lesen! Burger gibt es bei mir auch nur noch selbstgemacht und ich mag auch lieber eine dünne Bulette :-))

  15. Erich sagt:

    Wer dieses Bild sieht, geht nicht mehr zu McD, ich schon seit längerem nicht mehr. Sehr luftig, frisch, schön.

  16. chaosqueen sagt:

    @alissa
    Der Versuch lohnt unbedingt, so ein selbstgemachter Hamburger ist schon etwas Besonderes.

    @Alex
    Das mit dem leeren Magen geht mir genauso, ich bin dann immer kurz vorm Verhungern.

    @Erich
    Zu McD gehe ich nur, wenn ich unterwegs bin und auf die Schnelle unbedingt einen Milchkaffee brauche.

    So ein Luxus-Burger ist mit der Fast-Food Version definitiv nicht zu vergleichen.

  17. Toni sagt:

    Boah! Lecker Burger! Warum schau ich mir sowas um diese Uhrzeit eigentlich an?!
    Zum Abschmecken der Hackfleischmasse: da Herr Toni bei solchen Events eh permanent um die Küche schleicht -das Essen könnte ja spontan und unerwartet fertig werden- mache ich winzige Probepflanzerl. Die sind schnell fertig und man braucht das Hackfleisch nicht roh probieren.

  18. nesrin sagt:

    Aber lecker. Grüsse…

  19. chaosqueen sagt:

    @Toni
    Ich habe auch Hunger bekommen, als ich mir die von anderen gebloggten Burger angeschaut habe. Deshalb musste ich ja auch welche machen.

    Bei den Burgern ist das mit dem Abschmecken ja nicht so schlimm, manchmal würze ich das Fleisch auch gar nicht. Bacon, Käse, Sauce, Senf und/oder Ketchup würzen ja ausreichend.

    @Nesrin
    Oh ja, wirklich sehr lecker!

  20. Für Burger bin ich bei uns zu Hause nicht zuständig. Da ist das Versuchskaninchen Experte.
    Ich werde ihn mal auf dieses furchtbar appetitanregende Rezept/ Bild hinweisen.
    Jetzt hab ich Hunger!

  21. Christel sagt:

    “@Christel
    Ich stelle mir gerade Pfannkuchen aus meinem Kontaktgrill mit gewellten Platten vor. ”

    Dann nenn es herzhafte oder süße Waffeln ;-)

  22. Uhhh, lecker. habe ich auch schon verbloggt und die selbstgemachtes schmecken mir immer besonders gut!

  23. Zum rein beißen! Schön saftig!

  24. Genial, die selbst gemachten Buns! Muss ich unbedingt mal probieren.
    Passen sicher auch gut zu meinen Burgern mit Senfsauce & Avocado.
    Und by the way auch ein super schönes Foto!

  25. Alex sagt:

    WoW! Lecker! Sowie das Meiste hier im Blog. Gefällt mir echt gut.

  26. Tom sagt:

    Ui, sehen echt klasse aus die Burgerbrötchen. Wollte an Weihnachten sowieso etwas bessere Burger machen, so als Kontrast zur ewigen Enten und Gänsegrillerei, da kommen mir diese Brötchen gerade recht :)

    Danke dafür :)

    Gruß Tom

  27. sansi sagt:

    Hallo,

    habe diese Brötchen gestern für Hamburger nachgebacken. Klasse. Danke fürs Rezept. Der nächste Versuch wird ein Hot Dog Brötchen aus dem Teig.

    LG Tanja

  28. Der Burger sieht echt lecker aus!

    Wenn du kein rohes Fleisch magst dann nimm ein bisschen Hackfleisch Masse und brate sie kurz an, so schmeckst du ob sie gut sind oder ob du nachwürzen musst.

Ich würd' mich sehr über eine Nachricht von Dir freuen

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